Smart Home-Studie: Digitalverband bitkom beobachtet steigende Beliebtheit des vernetzten Zuhauses


Smart Home-Anwendungen werden immer beliebter. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom. 37 Prozent der Befragten gaben an, diese regelmäßig zu nutzen und für 49 Prozent ist die ganzheitliche Vernetzung und Steuerung aller Geräte in den eigenen vier Wänden von großer Bedeutung. Hier kommen smarte Plattformen ins Spiel, die Geräte bündeln und unkompliziert nutzbar machen.

Nutzungsmotive: Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz

Das vernetzte Zuhause ist deswegen so gefragt, weil es den Alltag erleichtert, Komfort bringt und die Lebensqualität erhöht. Das belegen die Umfrageergebnisse:

  • 72 Prozent der Befragten verweisen auf die gesteigerte Lebensqualität,
  • 65 Prozent betonen den Aspekt Sicherheit und
  • 52 Prozent sehen in Smart Home-Anwendungen die Chance, ihr Leben energieeffizienter zu gestalten.

Aus Sicht der weiblichen Befragten spielen zudem die Finanzen eine Rolle. 28 Prozent planen mithilfe der intelligenten Steuerung von Geräten Kosten zu senken – dieses Motiv verfolgen auch 20 Prozent der befragten Männer. Ein weiterer Nutzungsgrund ist das lebenslange Wohnen aus Sicht der Gruppe der Ü65-Jährigen. 38 Prozent der Senioren nutzen Smart Home-Anwendungen, um länger selbstständig und sicher im eigenen Zuhause wohnen zu können.

Energieeffizienz & Sprachsteuerung haben hohen Stellenwert

Einen besonderen Stellenwert nimmt der Aspekt Energieeffizienz in der Studie ein. Die Befragten, rund 60 Prozent, sehen hier das Potenzial, über digitale Technologie die Beleuchtung, Heizung, Steckdosen und anderen Geräte zu steuern und auf diese Weise ihren Energieverbrauch zu optimieren. Bereits 23 Prozent, d.h. jeder Vierte, setzt auf intelligente Lampen, 15 Prozent nutzen smarte Heizkörperthermostate und 13 Prozent smarte Steckdosen. Zwei Drittel der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass keine Gebäude mehr ohne intelligente und klimafreundliche Technologien gebaut werden sollten.

Im Hinblick auf die Steuerung von Geräten geht zudem aus der Befragung hervor, dass jeder Zweite seine Geräte per Sprachfunktion bedient. Von ihnen nutzt eine Mehrheit, 85 Prozent, stationäre Sprachassistenten, davon 74 Prozent diese über das Smartphone. Am gängigsten ist allerdings nach wie vor die Nutzung von Smartphone-Apps über Fingertipp (78 Prozent). Im Vergleich zeigt sich außerdem, dass Unterschiede zwischen den Altersgruppen bestehen. Der Anteil in der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen, die die Sprachsteuerung nutzen, liegt bei 71 Prozent. Deutlich geringer ist dieser bei den 30- bis 49-Jährigen mit 50 Prozent und am geringsten bei den 50- bis 64-Jährigen mit 47 Prozent. Doch gerade die Sprachsteuerung ist ein vielversprechendes IoT-Instrument, um das lebenslange Wohnen zu ermöglichen.

Hier gilt es aus Sicht von Service Anbietern, Anreize zu schaffen!

Positiver Trend: Erhöhte Aufgeschlossenheit gegenüber Smart Home-Anwendungen

Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich zudem, dass die Befragten aufgeschlossener gegenüber Smart Home-Anwendungen sind und verschiedene Einsatzmöglichkeiten in Betracht ziehen:

  • 72 Prozent: Automatisierung von Küchengeräten (z.B. Kaffeemaschine)
  • 27 Prozent: Nutzung eines intelligenten Schließsystems für den Paketboten und Handwerker
  • 12 Prozent: Betreuung von Kindern und älteren Menschen im intelligenten Zuhause
Zukunftsprognose: Steigende Zahlungsbereitschaft

Um potenzielle Nutzer von den Vorteilen der Smart Home-Anwendungen zu überzeugen, müssen Service-Anbieter verschiedene Aspekte beachten. Bei der Entwicklung ganzheitlicher Lösungen sollten finanzielle und technische Bedenken berücksichtigt und Sicherheit und Support gewährleistet werden. Langfristig ist von einer gesteigerten Zahlungsbereitschaft auszugehen:

  • 63 Prozent gehen davon aus, dass jeder deutsche Haushalt in Zukunft smart ausgestattet sein wird.
  • 33 Prozent machen ihre Entscheidung für eine Immobilie von der Smart Home-Ausstattung abhängig.
  • 25 Prozent würden mehr Miete für eine smarte Wohnung zahlen.

Im Rahmen der Studie wurde eine Gruppe von 1.465 Personen in Deutschland befragt, die über 16 Jahre alt waren. Weitere Ergebnisse und Details zur Umfragemethodik erhalten Sie unter folgendem Link: Smart Home-Studie – bitkom.