Home Energy Management Systeme (HEMS) als Betriebssystem im Gebäude


Home Energy Management Systeme (HEMS) setzen sich als dezentrales Betriebssystem im GebÀude immer stÀrker durch. Die Klimaziele sind ohne die konsequente Förderung von technologischen Innovationen in der Immobilie und die notwendigen Rahmenbedingungen nicht mehr erreichbar. Das hat der Gesetzgeber erkannt und die ersten wichtigen Grundlagen nun geschaffen. Dieser Blogartikel stellt einerseits das HEMS Konzept wie auch die Leistungen der ROCKETHOME vor und zeigt im Teil 2/3 den Einfluss von zwei wichtigen Gesetzesinitiativen (EEG 23 und Smart-Meter-Rollout) auf die neue GebÀudeinfrastruktur der nÀchsten Jahre auf.

Teil 1: Home Energy Management Systeme als neues Betriebssystem in Immobilien

Als Anbieter von HEMS-Lösungen fĂŒr Ein- und MehrfamilienhĂ€user bzw. Quartiere sehen wir große Potenziale in diesen Gesetzen. Denn unser primĂ€res Ziel der letzten Jahre war es immer gewesen, erneuerbare Energien so zu vernetzen, dass es zu einem optimalen Zusammenspiel von (Strom)-Erzeugern, -Speichern, Verbrauchern und den smarten GerĂ€ten im GebĂ€ude kommt. In der Interaktion dieser HEMS-Systeme mit EigentĂŒmern, Bewohnern und Verwaltern können wir eine Vielzahl neuer GeschĂ€ftsmodelle anbieten.

Home Energy Management Systeme (HEMS)


Diese Komponenten im GebÀude werden von einem HEMS verbunden:

  • Photovoltaikanlage & Speicher
  • Ladeinfrastruktur
  • WĂ€rmepumpe & Raumthermostate
  • Warmwasserspeicher/ HeizstĂ€be
  • Beschattung und Klimasteuerung
  • Heizsysteme im Wohnumfeld (Thermostate & Fussbodenheizung)
  • Smart Home und intelligente HaushaltsgerĂ€te

das Ganze, vernetzt mit

  • Dynamischen Tarife (zeit- oder lastvariabel)
  • Value-Add-Angeboten von Service-Providern und
  • Installations-, Wartungs- und Finanzierungsangeboten


Die wichtigsten Vorteile des Home Energy Management Systems im Überblick:

Energiekosteneinsparung, Klimaschutz und mehr Autonomie

  • Maximale Transparenz bezĂŒglich der Stromerzeugung und des Stromverbrauchs
  • Automatisierte Steuerung der Verbraucher abhĂ€ngig vom verfĂŒgbaren bzw. selbsterzeugtem Strom
  • Anreizbasierte Steuerung des Gesamtsystems aufgrund dynamischer Energietarife
  • Steigende Eigenverbrauchsquote bzw. Erhöhung der Autarkie
  • Hohe Kosteneinsparungen durch geringeren Netz-Strombezug
  • Netzdienlichkeit durch Anbindung an Smart-Meter-Infrastruktur
  • Neue Erlebniswelt fĂŒr Energie


Unsere ROCKETHOME Leistungen im Überblick:

  • Climate IoT Cloud als ausgereifte Integrations- und Solutions-Plattform
  • Applikationen mit allen Energiemodulen fĂŒr unterschiedliche Zielgruppen (Services alternativ als API verfĂŒgbar)
  • HEMS Gateway in unterschiedlichen AusfĂŒhrungen (von mehreren Herstellern)
  • Connectivity Expertise zur Integration der benötigten Hardware im GebĂ€ude (Connect Programm)
  • Property-Management-Software zur Verwaltung aller Liegenschaften und HEMS-Systeme
  • APIs und Schnittstellen fĂŒr eine E2E-Prozessintegration (z.B. Support, Service, Wartung)
  • Beratungs- und Entwicklungsdienstleistungen fĂŒr ihre individuelle Lösung

Teil 2: EEG macht selbsterzeugten Strom ĂŒber PV-Anlagen zur SchlĂŒsseltechnologie

Das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) ist die grĂ¶ĂŸte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten und legt die Grundlagen dafĂŒr, dass Deutschland seine Klimaziele erreichen soll.

Die Neufassung des EEG hat die Ambition den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Es setzt dafĂŒr hohe Ziele - denn bis 2030 sollen 80 Prozent des Stroms in der Bundesrepublik aus erneuerbaren Energien stammen. Ein bedeutender Teil des EEG 23 fokussiert den Ausbau der Photovoltaik in der Breite.


Das EEG 23 setzt dabei auf Anreize fĂŒr Investitionen, die den Ausbau der PV-Anlagen vereinfachen und verbessern soll:

  • EinfĂŒhrung der Voll- und Teileinspeisung: Es gibt nun die Möglichkeit, sowohl Strom einzuspeisen als auch diesen selbst zu nutzen.

  • Geringere BĂŒrokratie-Anforderungen: Ab dem 1. Januar 2023 gibt es keine BeschrĂ€nkungen mehr dafĂŒr, wie viel von der Leistung einer Photovoltaikanlage in das öffentliche Netz eingespeist werden darf.

  • Photovoltaik-Anlagen als Investition: Je nach GrĂ¶ĂŸe und Eigenverbrauch ist die Anlage nach rund 15 Jahren abbezahlt und liefert dann weiterhin gĂŒnstigen Strom fĂŒr mindestens 10-15 Jahre. Dies fĂŒhrt langfristig zu einem Gewinn, erhöht die UnabhĂ€ngigkeit des Stromnetzes und reduziert gleichzeitig den CO2-Ausstoß.

  • Einfach Steuern sparen: Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kWp sind von der Einkommens- und Gewerbesteuer befreit.

Teil 3: Smart Meter Rollout

Ein weiteres Gesetzespaket wurde Anfang Februar 2023 durch das Bundeskabinett verabschiedet (Quelle: Handelsblatt v. 6.2.23). Das „Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende“ sieht vor allem vor, dass intelligente StromzĂ€hler, sogenannte „Smart Meter“, in viele Haushalte kommen.

So funktioniert der Smart Meter Rollout:

  • Pflicht bei hohem Verbrauch: Das Gesetz soll vorschreiben, dass bis 2030 alle Abnehmer, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ĂŒber einen intelligenten ZĂ€hler verfĂŒgen. Zur Einordnung: Der durchschnittliche Vier-Personen-Haushalt hat einen Verbraucher von 3.500 Kilowattstunden.

  • GĂŒnstige GerĂ€te: Abnehmer, die weniger als 6.000 Kilowattstunden verbrauchen, können den Einbau eines digitalen GerĂ€ts beantragen und mĂŒssen dann innerhalb von vier Monaten mit einem Smart Meter versorgt werden. Der Preis fĂŒr die Nutzung der GerĂ€te ist auf 20 Euro pro Jahr gedeckelt. Damit ist er nicht teurer als ein herkömmlicher StromzĂ€hler.

  • Neue Stromtarife: Ab 2025 sollen dem Gesetzentwurf zufolge alle Stromversorger dynamische Tarife anbieten, damit die Verbraucher den Strombezug in kostengĂŒnstigere Zeiten mit hoher Einspeisung erneuerbarer Energien verlagern können.

  • Weniger bĂŒrokratische HĂŒrden: Bisher konnte etwa ein GerĂ€t erst dann vom Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) fĂŒr den Einsatz freigegeben werden, wenn es zu diesem Zeitpunkt alle gesetzlich erforderlichen MindestfunktionalitĂ€ten aufwies, einschließlich komplexer Funktionen wie der Fernsteuerung von Anlagen und Verbrauchseinrichtungen. Eine schrittweise MarkteinfĂŒhrung mit spĂ€teren Anwendungsupdates war hingegen bisher nicht vorgesehen. Das wird jetzt geĂ€ndert. Das Gesetz erlaubt einen „agilen Rollout“. In einer zeitlich befristeten Phase dĂŒrfen Funktionen schrittweise ĂŒber Updates eingefĂŒhrt werden.

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Websites: www.rockethome.de, www.rockethome-climate.de, www.rockethome-estate.de
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