„Climate Tech“ als neues Geschäftsfeld – Sektorenkopplung in Immobilien


Aktuelle Situation und Herausforderungen

Der Gebäudesektor ist hauptverantwortlich für die Verfehlung der CO2-Emissionsziele in Deutschland. Diese sollen gemäß den Vorgaben im Bundesklimaschutzgesetz (KSG) bis 2045 im Immobiliensektor vollständig reduziert sein und bis 2030 ist bereits eine Reduktion um 55 % gegenüber dem Jahr 1990 vorgegeben (BMWK).


Dekarbonisierung, die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen des Gebäudebestands zielt auf den Betrieb von Wohn- und Gewerbeimmobilien ab, der aktuell 65 % der Emissionen verursacht. In Deutschland entfallen auf den Betrieb des gesamten Immobilienbestands ca. 34 % des Endenergieverbrauchs (ZIA; BMWi). Die Heizungen im Winter, die Klimaanlagen und Lüftungen im Sommer sowie der Stromverbrauch für die Hausgeräte sind hier die Treiber des CO2-Ausstoßes.


Nur durch eine noch ambitioniertere und konsequentere Umsetzung der Energietransformation können die Emissionsziele erreicht werden. Dafür sind volkswirtschaftlich nicht nur Investitionen und Fachkräfte nötig, sondern vor allem auch zukunftsweisende Energiekonzepte und geeignete Geschäftsmodelle.

Die Lösung: Klimagerechte Energiewende als Geschäftsmodell

Die ROCKETHOME hat es sich zum Ziel gesetzt, die in Gebäuden verursachten Emissionen nachhaltig durch den Einsatz von IoT-Technologien zu senken.


Methodisch setzen wir auf folgende energetische Maßnahmen in der Modernisierung oder Neubau:

  1. Einsatz von effizienter Anlagentechnik, die auf erneuerbaren Energien beruht: Energieerzeugung (Strom/PV, Wärme), Speicherung (Lade-Infrastruktur, Batterien, zukünftig Wasserstoffspeicher) sowie Energieverbrauch.
  2. Sektorenkopplung über IoT-Plattform: Intelligentes Energiemanagement über die Vernetzung der Anlagentechnik.
  3. Quartiersplattform als Öko-System: Anreizbasierte Interaktionsplattform mit den Bewohnern und Nutzern der Immobilien.
  4. Neue Geschäftsmodelle mit ClimateTech.

Diese 4 Maßnahmen reduzieren in allen Stufen den CO2-Verbauch in der Betriebsphase der Gebäude.

Maßnahme 1: Effiziente Anlagentechnik fürs Klima


Mit dem Einsatz von Photovoltaik auf Dächern kann die Energieversorgung der Immobilien und Quartiere deutlich nachhaltiger gestaltet werden und vermeidet das Entstehen von kostenintensiven Emissionen. Das Angebot von Mieterstrom, d.h. die Vermarktung von lokalem Photovoltaik-Strom (PV-Strom) an Mieter, trägt nicht nur effektiv zum Klimaschutz bei, sondern bietet Potenzial für neue Umsatzströme. Als Ergänzung dient hier bei der Energiebeschaffung ein Reststromtarif aus erneuerbaren Quellen. Neue PV-Modelle mit dem Ziel der Erhöhung des Autarkiegrades des Gebäudes sind zukunftsweisende Konzepte.


Gepaart mit dem Angebot von Ladeinfrastruktur für Elektroautos wird die Mobilität durch den Bezug von erneuerbaren Energien in einem Quartier emissionsfrei. Auch hier liegt mit Blick auf die Vermarktung der Ladeinfrastruktur ein für die Immobilienwirtschaft neues Geschäftsmodell zugrunde und die Vermeidung von Emissionen wird zur Reduktion der Betriebskosten beitragen. Die Vermarktung von Treibhausgasminderungsquoten (THG-Quoten) für Elektroautos macht die neue Technologie für die Nutzer günstiger und die Klimaziele werden im Quartier eher erreicht.


Neue Technologien in der Wärmeversorgung, die in Gebäuden etwa 70% des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht, bringen deutliche Vorteile: Der Einsatz von z. B. Wärmepumpen, die von PV-Strom angetrieben werden oder Fernwärme – idealerweise aus erneuerbaren Energien – führt zu einer deutlichen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen in den Immobilien und Quartieren.


Als integrierter Energiedienstleister kann die zur Unternehmensgruppe gehörende ROCKETHOME Climate Solutions GmbH (RCS) alle Komponenten (Hardware, Software & Services) liefern, die für die Ausstattung der Immobilien und die Erreichung der CO2-Ziele benötigt werden. Für diesen Zweck wurden Partnerschaften mit namhaften und leistungsstarken Unternehmen geschlossen. Die Anlagentechnik kann auch von den Immobilienunternehmen selber über ihre bestehenden Dienstleister bereitgestellt werden. Die RCS koordiniert alle Gewerke für eine reibungslose Umsetzung der technischen Gebäudeausstattung (TGA-Planung).

Maßnahme 2: Vernetzung im Quartier (Sektorenkopplung)

Die Integration der Anlagentechnik in ein ganzheitliches Energie-Ökosystem ist wesentliche Grundvoraussetzung für die Optimierung der Energieflüsse. Für diesen Zweck werden alle Anlagen digitalisiert und mit der Climate IoT Plattform der ROCKETHOME via Schnittstellen (APIs) verbunden (Sektorenkopplung). Mit der korrespondierenden Quartiersplattform wird das Ökosystem zentral über die Cloud verwaltet. Damit werden neue Energiekonzepte ermöglicht, die (1) dezentrale Energieerzeugung, (2) Speicherung und (3) den Verbrauch miteinander optimieren. Durch die Vernetzung wird insbesondere der Energiebezug vom Netz reduziert und damit die Eigenverbrauchsquote in den Gebäuden erhöht (Autarkiegrad im Gebäude). Mehr zur Technologieplattform und den Möglichkeiten

Maßnahme 3: Anreizbasierte Interaktionsplattform mit den Nutzern

ROCKETHOME bringt die notwendige digitale Infrastruktur in die Quartiere und ermöglicht damit den Bewohnern, sich energieeffizient zu verhalten. Die Vernetzung und Steuerung sorgt dafür, dass Nutzer tatsächlich ihren persönlichen CO2-Footprint kennen und mit dem Wissen die Möglichkeit haben, Energiekosten zu reduzieren. Dies wird vor allem dadurch erreicht, dass Bewohner auf Basis von mehr Energietransparenz ihr Verhalten in Echtzeit an die aktuelle energetische Situation anpassen können (anreizbasierte Interaktion). Geräte wie die Wallboxen, aber auch Haushaltsgeräte werden dann bewusster eingeschaltet und automatisiert.

Maßnahme 4: Neue Geschäftsmodelle mit Klimatechnologie

Diese digitalen Erlebniswelten ermöglichen neue Geschäftsmodelle, die auf „Climate Tech“ aufsetzen. In den nächsten Jahren werden hier viele Innovationen entstehen, die für alle Marktteilnehmer Chancen bringen werden (z. B. last- und zeitvariable Tarife; reale Community-Modelle in Quartieren oder neue Mehrwertdienste).


Es sollte nicht vergessen werden, dass Vermieter und Immobilieneigentümer an den Kosten für CO2-Emissonen beteiligt werden. Es ist zu erwarten, dass die CO2-Preise in den nächsten Jahren weiter und erheblich steigen werden. Investitionen in die klimagerechte Sanierung von Bestandsgebäuden oder ein intelligentes Energiekonzept im Neubau werden damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor.


Aus Sicht der Gebäudeverwaltung wird über den Digitalen Property Manager die Performance von allen Immobilien in Echtzeit ermittelt. Das Schaffen von Transparenz erhöht das Bewusstsein und liefert konkrete Ansatzpunkte für das Ergreifen von Energiesparmaßnahmen. Der Property Manager gibt dem Immobilieneigentümer oder Asset-Manager die Möglichkeit, die Bewohner zu einer Verhaltensanpassung und damit Reduktion des Energieverbrauchs zu bewegen. Der individuelle oder auf das Quartier bezogene Footprint kann anhand von Klima-Dashboards in den Gebäuden aber auch über die Quartiers-App kommuniziert werden. Der Kreislauf von Transparenz und Kommunikation zu Bewusstsein und hin zu Anpassung des Verhaltens ist hier ein wesentlicher Schlüssel für das Erreichen der Klimaziele. In Summe werden damit die ESG Ziele mit realen Maßnahmen, Werten und Analytics untermauert.


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